Gemeindeversammlung am 21. Januar 2018

Am 21.01.2018 fand eine Gemeindeversammlung in der evangelischen Kirche in Niederwenigern statt. In der Versammlung wurde u. a. über die Zukunft des Gemeindehauses und des Friedhofs gesprochen. Das Protokoll hat folgenden Wortlaut:


"Protokoll der Gemeindeversammlung der
Evangelischen Kirchengemeinde Niederwenigern
am 21. Januar 2018


Die Versammlung beginnt um 11.00 Uhr mit der Begrüßung durch Herrn Pfr. Nelles. Er stellt die Gäste der Theresia-Albers-Stiftung (zu TOP 2) vor.


TOP 1: Bestimmung eines Versammlungsleiters
Herr Dr. Rohs wird zum Versammlungsleiter bestimmt.


TOP 2: Gemeindehaus
Herr Nelles stellt die bauliche Situation der Gemeinde dar, insbesondere die schon lange währenden Überlegungen bzgl. der Zukunft des Gemeindehauses. Er berichtet, dass mit der katholischen Theresia-Albers-Stiftung nun ein Interessent gefunden wurde, der das Gemeindehaus und das angrenzende Grundstück käuflich erwerben will. Das Projekt ist derzeit in einer Konzeptphase.

Herr Roth, Stiftungsdirektor der Theresia-Albers-Stiftung, erläutert den Hintergrund der Stiftung als ehemals regionaler katholischer Orden mit einem Schwerpunkt in der Altenhilfe, Kinderbetreuung und Arbeit mit behinderten Menschen. Er legt dar, dass die Stiftung einen ortsnahen Standort für behinderte Menschen im Sinne der Inklusion sucht.

Frau Noellen, Leiterin der Einrichtung der Stiftung in Bredenscheid, berichtet, dass sie Wohnräume für insgesamt 24 erwachsene geistig behinderte Menschen benötigen, die derzeit in Bredenscheid untergebracht sind. Aufgrund neuer Konzepte und der hier vorhandenen Ortsnähe könnten diese Menschen in Niederwenigern in Wohngruppen untergebracht werden.

Herr Lammsfuß, von der Stiftung beauftragter Architekt, erläutert die baulichen Rahmenbedingungen: Die Stiftung würde auf dem größeren Teil des derzeitigen Gemeindehaus-Grundstückes neue Gebäude errichten und dafür den hinteren Teil des Gemeindehauses (Gemeindesaal) abbrechen, während der denkmalgeschützte Gebäudeteil an der Essener Straße erhalten bliebe. Die Gebäude würdendrei Wohngruppen mit je acht Personen umfassen, dem Gelände angepasst jeweils teils ein- und zwei-geschossig. Auf dem Grundstücksteil der Wiesenfläche vor dem Parkplatz würde die Gemeinde in einem eigenen ebenfalls neuen Gebäude(teil) ihre Flächen für Gemeindearbeit unterbringen.

In der anschließenden Diskussion werden folgende Punkte erläutert:

  • Es wird klargestellt, dass in diesem Konzept die Flächen für Gemeindearbeit reduziert und sie damit den Bedürfnissen der Gemeinde angepasst werden sollen.

  • Es wird noch einmal dargelegt, dass die Zahl der in den Wohnungen lebenden Menschen maximal 24 Personen umfassen werden.

  • In Bezug auf die notwendigen Parkplätze wird erläutert, dass dies in Verhandlungmit den Genehmigungsbehörden geklärt werden müsste.

  • Es wird klargestellt, dass nach den Überlegungen der neuere Teil desGemeindehauses abgebrochen werden soll.

  • In Bezug auf den Stand der Überlegungen erläutert Herr Nelles, dass noch keineletztendliche Entscheidung getroffen wurde, sondern bislang Abklärungen bzgl.der Machbarkeit erfolgt sind. In den nun folgenden detaillierten Planungen soll dieGemeinde in die Überlegungen einbezogen werden.

  • Auf die Frage der Abtrennung zwischen beiden Nutzungen (Gemeindehaus undWohngruppen) wird dargelegt, dass eine klare räumliche Trennung möglich seinsoll. Es werden aber gemeinsame Veranstaltungen und eine "gute Nachbarschaft"angestrebt.

  • Auf Nachfrage bzgl. eines Gemeindesaales wird erläutert, dass es nach denbisherigen Überlegungen zwei große Gruppenräume geben soll, die zu einemGemeindesaal in etwa der jetzigen Größe zusammengefasst werden können.

  • Als positiv wird angemerkt, dass die räumliche Nähe zwischen Gemeindehaus undKirche verbessert werden soll.

  • Es wird erläutert, dass die Flächen der Gemeinde auch ein Büro enthalten soll.

  • Es wird angemerkt, dass in diesen Flächen auch die Jugendarbeit bedacht werden soll.

  • Ebenfalls wird erläutert, dass auch Lagerflächen vorhanden sein sollen, allerdings deutlich weniger als bisher. Eine Unterkellerung wird nicht finanzierbar sein.

  • Es würde mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr gerechnet werden müssen, in derdie Gemeinde übergangsweise ihre Gemeindearbeit verlagern müsste. Ein möglicher Baubeginn hängt wesentlich von Genehmigungszeiten u.ä. ab.

  • Es wird abschließend positiv kommentiert, dass man mit diesem Konzept einezukunftweisende Möglichkeit für das Gemeindehaus anstreben kann.

Am Rande der Diskussion wird in Bezug auf die Jugendarbeit erläutert, dass die Konfirmandenarbeit in und mit Johannes grundsätzlich gut läuft, insbesondere auch aus Sicht der Jugendlichen.


TOP 3: Friedhof
Herr Nelles legt dar, dass es Anregungen gibt, den Friedhof mit einem Kolumbarium weiter zu entwickeln. Diese Bestattungsform wird derzeit immer stärker nachgefragt aufgrund der für die Angehörigen relativ kostengünstigen Möglichkeiten.

In der anschließenden Diskussion werden folgende Punkte erläutert:

  • Es wird vorgeschlagen, dass mögliche Beispiele auf der Homepage dargestellt werden sollen. Auf Basis von solchen bildhaften Darstellungen kann dann die Diskussionen weiter geführt werden.

  • Es wird das Problem von vernachlässigten Gräbern angesprochen.

  • Es wird angeregt, ehrenamtliche Helfer zur Pflege des Friedhofes zu suchen.

TOP 4: Verschiedenes
Auf die Frage nach Videoaufzeichnung einer Gemeindeversammlung werden datenschutzrechtliche Bedenken dagegen angeführt. Das vorliegende Protokoll der Gemeindeversammlung soll dafür auf die Homepage gestellt werden.


Herr Dr. Rohs schließt die Versammlung um 12.30 Uhr."

Informationen zum Thema "Kolumbarium" (siehe Top 3) finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kolumbarium

Gemeindebüro: Frau Susanne Kocher

Ev. Kirchengemeinde Niederwenigern
Essener Str. 8
45529 Hattingen

Telefon: 02324 40173
Telefax: 02324 42964

E-Mail: kocher@kirche-hawi.de

Öffnungszeiten:
Dienstag und Freitag:

10:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Donnerstag:

17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Pfarrer Ludwig Nelles

Justinenweg 3
45529 Hattingen

Tel.: 02324 947239

E-Mail: nelles@kirche-hawi.de